Mit gebündelten Kräften in die Zukunft

Die Vorstände der Raiffeisenbanken Christoph Schweiger, Albert Lorenz, Karl Prohaska und Johann Glas.

Die Banken in Zahlen (gerundet):

  Bad Gögging   Bad Abbaach Gemeinsam
Kunden  23.800  29.800 53.600
Mitglieder  8.000  11.850  19.850 
Mitarbeiter  95  125  220 
Geschäftsstellen  13  12  25 
       
Bilanzsumme  500 Mio. €  630 Mio. €  1.130 Mio. € 
Kreditvolumen  330 Mio. €  400 Mio. €  730 Mio. € 
Kundengelder  420 Mio. €  520 Mio. €  940 Mio. € 
Verbundeinlagen 30.09.  200 Mio. €  290 Mio. €  490 Mio. € 
Verbundkredite 30.09.  70 Mio. €  32 Mio. €  102 Mio. € 

Raiffeisenbank Bad Abbach-Saal und Raiffeisenbank Bad Gögging planen Fusion

Die benachbarten Genossenschaftsbanken im Landkreis Kelheim planen sich zusammenzuschließen. Das gaben die Vorstände der Kreditinstitute in einer gemeinsamen Pressekonferenz am vergangenen Dienstag bekannt. Ende Januar haben Vorstand und Aufsichtsrat beider Raiffeisenbanken einstimmig beschlossen, dass ein Zusammenschluss vorbereitet werden soll.
Sowohl die Raiffeisenbank Bad Abbach-Saal eG, als auch die Raiffeisenbank Bad Gögging eG haben sich wirtschaftlich stets gut entwickelt. Beide Häuser weisen seit Jahren ein überdurchschnittliches Volumenwachstum und eine gute Gewinnentwicklung auf. Diese hervorragenden Zahlen sind laut Vorstand Albert Lorenz auf die Nähe der Raiffeisenbanken zu ihren Kunden, sowie auf die Leistungsbereitschaft und die Kompetenz der Mitarbeiter beider Häuser zurückzuführen. Allerdings könne man trotz der großen wirtschaftlichen Erfolge vor den aktuellen Herausforderungen die Augen nicht verschließen. Dies sind zum einen das anhaltende niedrige Zinsniveau, die steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen und zum anderen das veränderte Kundenverhalten in Richtung Digitalisierung. „Angesichts dieser Veränderungen sind wir als Vorstand in der Verantwortung, selbstbestimmt, initiativ und frühzeitig diese Herausforderungen langfristig und erfolgreich zum Wohle unserer Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter bestmöglich zu bewältigen“, sagt Karl Prohaska. Die Voraussetzungen für eine Fusion sind mehr als gut. Die geschäftspolitische Ausrichtung beider Häuser ist ähnlich und beide Institute stehen auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament. Mit diesen positiven Voraussetzungen will man mit gebündelten Kräften in die gemeinsame Zukunft gehen. „Die Stärke, die in der neuen Bank steckt, wird uns helfen, unsere Mitglieder und Kunden noch besser als bisher zu beraten und zu betreuen, da die Ansprüche der Kunden in Richtung Fach- und Spezialwissen immer größer werden“, erklärt Johann Glas. Der Vorstand Christoph Schweiger macht darauf aufmerksam, dass der Zusammenschluss dazu beitragen wird, der zunehmenden Regulierungsdichte und dem Ertrags- und Wettbewerbsdruck am Bankenmarkt zukunftsorientiert zu begegnen.
Die Vorstände beider Häuser versichern, dass mit der geplanten Fusion keine Kündigungen einhergehen. Ganz im Gegenteil, für die Mitarbeiter bringe die Zusammenführung der Banken neue Perspektiven. Sie können von ihrem Arbeitgeber, neben einem sicheren Arbeitsplatz, zukünftig noch mehr Möglichkeiten zur Qualifizierung und Spezialisierung erwarten.
Die Beschlussfassung ist den jeweiligen Vertreterversammlungen der Institute im Frühjahr 2018 vorbehalten, so dass im 3. Quartal 2018 die technische Fusion vollzogen werden könnte.